Traumpartner

- Reflexion von Werten
- Sensibilisierung für Rollenbilder/Rollenerwartungen

Jede und jeder bekommt ein Arbeitsblatt, auf dem in Umrissen ein Mensch zu sehen ist. Dies soll den Traumpartner darstellen. Jede und jeder soll nun in das Innere dieses Bildes die Eigenschaften (z. B. sparsam, kinderlieb, zärtlich) schreiben, die der Traummann oder die Traumfrau haben soll. Außerhalb des Bildes sollen die wichtigen Äußerlichkeiten (z.B. Aussehen, Beruf, Auto) aufgeschrieben werden. Anschließend stellen alle ihren Traumpartner vor. In Kleingruppen kann daraufhin eine Diskussion entstehen über wichtige und unwichtige Kriterien für eine Partnerin und einen Partner. Dabei ist zu beachten, dass die Wünsche, Vorstellungen und Kriterien für jede Einzelne und jeden Einzelnen individuell sind und es nicht sinnvoll ist, eine allgemeine Übereinstimmung zu finden.

Dabei kann es auch sinnvoll sein zu überprüfen, inwieweit jede und jeder selbst diese Eigenschaften hat bzw. ob die- oder derjenige die vom anderen Geschlecht gewünschten Eigenschaften hat oder anstrebt (Thema Rollen und Werte).

Impulsfragen:

– Woher kommen diese Wünsche?

– Sind sie realisierbar?

– Was wären Kompromisse?

– Warum gibt es Unterschiede zwischen den Geschlechtern?

– Kann ich selbst diese Eigenschaften erfüllen?

– Was ist mit Menschen, die diese Eigenschaften nicht haben?

– Was bedeuten diese plakativen Eigenschaften?

– Warum wünsche ich mir diese Eigenschaften von meinem Partner?

Variation:

Top Ten

Es soll eine Hierarchie aufgestellt werden, eine Art „Top Ten“, wobei die wichtigste Eigenschaft oben und die unwichtigste unten steht. Auch über diese Rangordnung lässt sich gut diskutieren.

Für die Förderschule

Die Aufgabe wird in getrenntgeschlechtlichen Gruppen bearbeitet. Alle Mädchen und alle Jungs gestalten gemeinsam jeweils ein Plakat mit einem Traumpartner. Dabei kann sich der Teamer als Schreiber anbieten, so dass die Schüler die Begriffe nur zurufen müssen. So können auch die Schüler bei der Übung mitmachen, die nicht selbst schreiben können. Die Umrisse werden unter den beiden Gruppen ausgetauscht und der anderen Gruppe vorgelesen.

 

Diese Methode ist der Arbeitshilfe „Praxis 5.0 – Methoden für Tage der Orientierung“ entnommen. Die Arbeitshilfe ist im Juli 2015 vom Referat Jugendarbeit und Schule der kja Würzburg veröffentlicht worden und über die Regionalstelle Würzburg bestellbar.

Coverfoto Praxismappe 5.0 003


Worauf muss ich achten?

Methoden zum Thema "Liebe, Partnerschaft und Sexualität" berühren schnell persönliche Intimitätsgrenzen. Daher ist es notwendig vorher einige Regeln klarzustellen, wie das Thema gemeinsam bearbeitet wird. Diese sollten auch im Sinne der Prävention sexualisierter Gewalt Standard in der Gruppenarbeit sein.

1. Alles Gesprochene bleibt im Raum. Nichts wird davon dritten weitererzählt.
2. Alles ist freiwillig! Niemand wird zu einer Antwort oder Handlung gezwungen, die er oder sie nicht will.
3. Es werden nur Fragen gestellt, die man selbst auch beantworten würde!
4. Fragen werden allgemein gestellt z.B. als anonyme Abfrage
5. Es gilt Wertschätzung und Toleranz gegenüber den Meinungen und Sichtweisen der Gruppenmitglieder.
6. Intimität wahren: Jede und jeder hat ein anderes empfinden, was für ihn oder sie intim ist. Diese Grenze wird geachtet!

Quelle
Praxis 5.0 - Methoden für Tage der Orientierung, Referat Jugendarbeit und Schule, kja Würzburg

Dauer

30 - 50 Min.

Materialien

  • - Arbeitsblätter mit Frau-/ Mann-Umriss
  • - Stifte
  • - Aufteilung in Kleingruppen mit ca. acht Personen

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