Seilbrücke

Die Teilnehmenden bauen gemeinsam aus einem Seil eine Brücke und überqueren sie. Im Fokus der Übung steht die Kommunikation und die gegenseitige Unterstützung in der Gruppe .

Die Teilnehmenden kommen in einen Raum in dem ein Seil schlangenförmig ausgelegt ist. Die Spielleitung erklärt ihnen die Aufgabe: Die Gruppe muss versuchen, aus dem Seil eine Brücke zu bauen, über die jede Person drüber gehen kann. Die Brücke darf nicht auf dem Boden liegen, sondern muss in der Luft sein. Als Material hat die Gruppe dabei nur sich selbst und das Seil, es dürfen keine anderen Hilfsmittel verwendet werden. Bevor es los geht, gibt die Spielleitung noch den Hinweis, dass niemand über die Brücke gehen darf, bevor die Spielleitung ihr okay gegeben hat. Wenn es los geht, sollte die Spielleitung sich mit Tipps zurück halten, und die Gruppe erstmal sich selbst überlassen. Wenn es garnicht klappt, kann die Spielleitung den Rest der Gruppe auf eine gute Idee einer Person aufmerksam machen oder einen Tipp geben, wie die Brücke gelingen kann.

Es gibt keine “Muster-Brücke”, grundsätzlich hat es sich aber bewährt, das Seil zu weben oder Knoten zu binden, so dass links und rechts Schlaufen übrig sind, die die Gruppenmitglieder halten können.

Wenn die Spielleitung die Gruppe abgesegnet hat, gehen die Gruppenmitglieder nacheinander über die Brücke. Dabei sollte ein*e Gruppenleiter*in helfen, indem sie der Person, die über die Brücke geht, die Hand zur Stütze gibt. Das Ziel sollte sein, dass alle über die Brücke gehen. Falls jemand partout nicht möchte, kann man Joker anbieten: “Wenn in den nächsten 2 Minuten noch 3 Personen über die Brücke gehen, ist die Aufgabe gelöst” oder “3 Personen dürfen sich einen Ersatz suchen, der für sie über die Brücke geht”.

Die Schwierigkeit der Aufgabe liegt zu Beginn in einer guten Kommunikation in der Gruppe, damit alle Vorschläge zum Brückenbau gehört werden. Später ist die gegenseitige Unterstützung notwendig, damit alle sich trauen, über die Brücke zu gehen.

Die Übung sollte danach reflektiert werden. Mögliche Fragen hierzu sind:

– Ist dir die Übung leicht gefallen?

– Welche Schwierigkeiten ergaben sich bei der Ideensammlung für den Brückenbau?

– Welches Verhalten war für das Gelingen der Übung förderlich? Welches hat das Gelingen erschwert?

– An Personen, die sich zunächst nicht getraut haben: Was hat dir dabei geholfen, die Brücke doch noch zu überqueren?

– Wie hat die Gruppe bei der Übung zusammen gearbeitet?


Worauf muss ich achten?

Es müssen alle Dinge aus der Umgebung entfernt werden, auf die eine Person stürzen könnte.

Das Seil muss in einem guten Zustand sein (wir empfehlen ein TÜV geprüftes Seil, mit für die Personenanzahl entsprechender Stärke), da es einiges an Spannung aushalten muss.

Beim Überqueren der Brücke sollte darauf geachtet werden, dass die Person, die die Brücke überquert, immer von einer anderen Person gestützt wird, damit sie sich nicht verletzt. Zusätzlich sollte sie darauf hingewiesen werden, auf die Knoten(punkte) der Brücke zu treten, da sie sonst leicht in Löcher treten kann.

Die Personen, die die Brücke halten, sollten darauf hingewiesen werden, sich das Seil nicht um Körperteile zu wickeln. Durch die Zugkraft, wenn jemand über die Brücke geht, kann das leicht zu Quetschungen führen.

Teilnehmer*innen mit Übergewicht trauen sich oft zunächst nicht, über die Brücke zu gehen. Es sollte darauf geachtet werden, dass niemand wegen seines Gewichts ausgelacht oder verletzt wird.

Wenn die Gruppe zu Beginn erstmal ideenlos ist, wendet sie sich oft an die Gruppenleitung, um Tipps zu erfragen. Die Gruppenleitung sollte sich damit zunächst zurück halten und die Gruppe dazu ermutigen, gemeinsam zu überlegen und kommunizieren.

Quelle
BDKJ-Diözesanvorstand Würzburg

Teilnehmerzahl

12 - 30

Dauer

ca 45 - 60 Minuten

Materialien

  • Seil (Länge je nach Größe der Gruppe, bei einer sehr großen Gruppe sind evtl. auch 2 Seile nötig)

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