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Keinen Schritt näher!

Meine Grenzen der körperlichen Nähe erkennen
Anderen verdeutlichen, wo meine Grenzen liegen

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  • Jeweils zwei Mädchen spielen zusammen. Sie stellen sich gegenüber auf, so dass mindestens drei Meter
  • Abstand dazwischen sind. Eine der beiden Spielerinnen darf die Befehle erteilen, die andere muss versuchen,
    diese zu registrieren und dann auch zu befolgen.
  • Als Erstes kommt die Spielerin, die Befehle erhält, langsam auf ihre Mitspielerin zu. Diese lässt ihr Gegenüber
    solange auf sich zukommen, bis sie nicht mehr weiter an sie herankommen darf; dabei versucht
    sie, dies nur mit ihren Augen auszusagen. Die Augen sollen der Mitspielerin ganz genau mitteilen, wie
    weit sie herankommen darf und ab wo sie stehen bleiben muss.
  • Im zweiten Durchgang soll dieser Befehl durch die gesamte Körperhaltung deutlich gemacht werden. Bis
    wohin lasse ich meine Mitspielerin kommen und ab wann hat sie dies registriert und danach gehandelt?
  • Schließlich soll der Befehl, nicht weiter heranzukommen, mit Hilfe der Stimme deutlich gemacht werden. Dies kann dadurch geschehen, dass die Spielerin lauthals ruft: »Keinen Schritt weiter!« In mehreren Durchgängen kann experimentiert werden, ob es überhaupt nötig ist, laut zu schreien. Kann man auch
    mit leiser Stimme seinem Gegenüber den Befehl, nicht näher zu kommen, glaubhaft vermitteln? Was hat auf meine Mitspielerin am deutlichsten und beeindruckendsten gewirkt?

Wichtige Hinweise

Die Spielerinnen sollen natürlich, nachdem sie alles ausprobiert haben, auch die Rollen wechseln. So kann die andere Spielerin austesten, nur mit Blicken etwas auszudrücken, dann nur durch ihre Körperhaltung und schließlich nur mit der Stimme. Wichtig ist dabei der Austausch untereinander. Zunächst sollten sich die
Partnerinnen mitteilen, welche Eindrücke und Erfahrungen sie während dieser Spielaktion gesammelt haben. So kann jede der anderen berichten, was auf sie am besten gewirkt hat, was nicht so überzeugend war und was sie sonst noch dazu sagen möchte.

Es ist sehr interessant, auszutesten, was man beispielsweise mit
den Augen ausdrücken und befehlen kann. Wie ist es für die Spielerinnen, wenn sie Augen, Stimme und den Körper einsetzten, um dem Gegenüber den Befehl mitzuteilen? Lasse hierbei der Phantasie der Mädchen freien Lauf und gebe ihnen genug Zeit, alles auszuprobieren. Es werden sicherlich viele neue Erfahrungen
gesammelt werden können!


Worauf muss ich achten?

Es ist auch wichtigt mit der Gruppe genau zu Reflektieren und Ziel und Grundlage der Übung zu besprechen. Keine Übung für Zwischendurch sondern im Kontext Grenzen setzen, eigene Grenzen finden.
Diese Übung kann natürlich auch mit männlichen Teilnehmern absolviert werden, eventuell muss die Erklärung dann etwas angepasst werden.

Vergleiche auch die Übung: Nähe und Distanz

Quelle
kja Würzburg, Methodenmappe Gruppenleiterschulungen (KLJB, kja, KJG)

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