Beziehungsleiter

Reflexion von Formen der Zärtlichkeit.
Schaffung einer Vorstellung von Beziehungen, in denen auf verschiedenen Stufen verschiedene Grade von Intimität möglich sind.

In den Kleingruppen sollen die Teilnehmer verschiedene Dinge sammeln wie man Zärtlichkeit ausdrücken kann. Das könnte z.B. sein: anlächeln, Geschenke machen oder miteinander schlafen. Zunächst soll jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer für sich die Dinge einzeln auf Moderationskärtchen aufschreiben. Anschließend werden alle Begriffe in der Kleingruppe gesammelt. Nun bekommt die Gruppe die Aufgabe, die Begriffe an einer Strickleiter entlang zu sortieren. Ganz unten auf die erste Stufe sollen die Dinge mit der geringsten Intensität, mit denen man vielleicht eine Beziehung erst anbahnt. Auf die letzte Stufe sollen die intimsten Möglichkeiten Zärtlichkeit auszudrücken gelegt werden. Alles andere in Abstufungen entsprechend dazwischen. Diese Einordnung soll eine Diskussion unter den Teilnehmern anregen, in welchem Stadium einer Beziehung welche Arten von Zärtlichkeit angemessen sind.

 

Diese Methode ist der Arbeitshilfe “Praxis 5.0 – Methoden für Tage der Orientierung” entnommen. Die Arbeitshilfe ist im Juli 2015 vom Referat Jugendarbeit und Schule der kja Würzburg veröffentlicht worden und über die Regionalstelle Würzburg bestellbar.

Coverfoto Praxismappe 5.0 003

 


Worauf muss ich achten?

Methoden zum Thema "Liebe, Partnerschaft und Sexualität" berühren schnell persönliche Intimitätsgrenzen. Daher ist es notwendig vorher einige Regeln klarzustellen, wie das Thema gemeinsam bearbeitet wird. Diese sollten auch im Sinne der Prävention sexualisierter Gewalt Standard in der Gruppenarbeit sein.

1. Alles Gesprochene bleibt im Raum. Nichts wird davon dritten weitererzählt.
2. Alles ist freiwillig! Niemand wird zu einer Antwort oder Handlung gezwungen, die er oder sie nicht will.
3. Es werden nur Fragen gestellt, die man selbst auch beantworten würde!
4. Fragen werden allgemein gestellt z.B. als anonyme Abfrage
5. Es gilt Wertschätzung und Toleranz gegenüber den Meinungen und Sichtweisen der Gruppenmitglieder.
6. Intimität wahren: Jede und jeder hat ein anderes empfinden, was für ihn oder sie intim ist. Diese Grenze wird geachtet!

Quelle
Praxis 5.0 - Methoden für Tage der Orientierung, Referat Jugendarbeit und Schule, kja Würzburg

Dauer

30 Min.

Materialien

  • - Einteilung von geschlechtshomogenen Kleingruppen mit entsprechendem Teamer Moderationskarten
  • - dicke Stifte
  • - zwei Strickleitern bzw. Seile und Holzstücke zum abgrenzen

Hinterlasse eine Antwort.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und akzeptiere diese.