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| Titel: | Geschnitzter Hocker | | Kurzbeschr./Ziel: | Baumstammscheiben werden seitlich durch Schnitzereien verziert und dienen als Hocker, ein Tastspiel kann anschließen | | Beschreibung: | Es heißt früher her wurde ein Mann nach sei-nem Hocker beurteilt und geachtet, heute nach seinem Auto. Der Hocker ist bei vielen Völkern das wich-tigste Möbelstück. Er bezeichnet dort den sozialen Rang. Bei den Ashanti in Ghana glaubte man, dass der Hocker zugleich der Sitz der See-le ist. Der Hocker durfte nie verliehen wer-den und kein Fremder durfte sich darauf setzen. Wenn ein Ashanti-Häuptling sei-en Pflichten nicht nachkam, verlor er seinen Sitz und damit seine gesellschaftliche Stellung. Einem sehr guten Häuptling dagegen kann nach seinem Tode die Ehre erwiesen werden, seinen Hocker zu ,,schwärzen", um ihn in einem besonderen Raum, dem Hockertempel aufzustellen. Dort kommt ihm eine vergleichbare Rolle wie den Ahnenstatuen bei anderen Völkern zu. Material:Baumstamm-Scheiben, Schnitzmessersatz
Spielanregung An dem folgenden Spiel können sich auch die kleineren Kinder beteiligen. Alle Hocker (beschnitzte Baumstamm-Scheiben) werden im Kreis angeordnet. Je-des Kind sucht sich einen Hocker und betas-tet diesen genau von oben und unten, be-sonders aber die Schnitzereien an der Seite. Dann nimmt es auf dem Hocker Platz, und die Spielleitung verbindet jedem Kind die Augen. Jetzt ruft der Spielleiter: ,,Wechselt die Plätze!" Bei diesem Ruf treten alle Kinder in die Kreismitte. Hier werden sie einmal um ihre eige-ne Achse gedreht. Die Spielleitung ruft jetzt: ,,Sucht eure Hocker." Nach dieser Aufforderung suchen sich alle Kinder einen Hocker und tasten ihn ab, ob es der Eigene ist. Wer glaubt, dass er seinen eigenen Hocker gefunden hat, setzt sich schnell darauf Ist es der Richtige, nimmt die Spielleitung das Tuch ab, das Kind bleibt bis zum Spielende sitzen. Trifft ein Kind auf einen Hocker, auf dem schon jemand sitzt, kann es trotzdem kon-trollieren, ob es wirklich ein fremder Hocker ist. Ist es aber der eigene, setzt es sich einfach auf den Schoß des Schummlers. Die Spiellei-tung kontrolliert die Richtigkeit. Sitzt auf dem Hocker, den ein zweites Kind beansprucht aber schon ein Kind ohne Augenbinde, schubst dieses den ,,Eindringling" weg. Nach einiger Zeit heißt es wieder ,,Wechselt die Plätze!" und für alle Kinder, die noch eine Augenbinde tragen, beginnt das Spiel von vorne. Das Spiel geht solange, bis alle Kinder ihren Hocker gefunden haben. | ExpertInnen zu diesem Material anzeigen| Kommentare |
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